Ratgeber
Anforderungen an die Bootslagerung auf der Werft
Die Bootslagerung auf einer Werft ist ein betrieblicher Prozess – nicht nur die Bereitstellung eines Stellplatzes. Werften lagern Boote unterschiedlicher Größe, unterschiedlichen Gewichts und unterschiedlicher Rumpfformen. Die Ausrüstung muss diese Vielfalt abdecken.
Kernfragen für die Ausrüstungsplanung: - Was ist das maximale Bootsgewicht, das die Werft einlagern wird? - Welche Rumpfformen kommen vor: Motorboote, Segelboote, Kieler, Flachkieler? - Wie werden Boote bewegt: per Kran, Travellift, Slipwagen, Gabelstapler? - Wie groß ist die Stellfläche pro Boot, und wie viel Platz bleibt für Handhabung? - Werden Boote über den Winter in einer Halle oder im Freien gelagert?
Die Antworten auf diese Fragen bestimmen, welche Stützentypen, Traglaststufen und Handlinggeräte beschafft werden müssen. Eine professionelle Werftausrüstung ist keine Einheitslösung, sondern ein auf den Betrieb abgestimmtes System.
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Die wichtigsten Ausrüstungskomponenten für die Werftlagerung
**Bootsstützen (Seitenstützen):** Das Basiswerkzeug für die Trockenlagerung. Verstellbare Bootsstützen mit Gummipads sichern den Rumpf gegen Kippen. Für Werften relevant sind: CE-Zertifizierung mit nachvollziehbaren SWL-Werten, ausreichende Traglast für das schwerste eingelagerte Boot, und robuste Konstruktion für häufige Umstellvorgänge.
KIPAC produziert verstellbare Bootsstützen in Stahl und Aluminium – Traglasten von 1 bis 40 t, für alle gängigen Rumpfformen geeignet.
**Kielstützen und Kielblöcke:** Für Segelboote mit Schwerkiel unverzichtbar. Die Kielstütze trägt den Großteil des Ballastgewichts und muss präzise unter dem Kiel positioniert werden. KIPAC-Kielstützen sind für verschiedene Kielgeometrien ausgelegt.
**Bootsrollwagen und Slipwagen:** Für das Bewegen von Booten innerhalb der Werftfläche – vom Kran oder Travellift auf den Stellplatz. Je nach Bootsgröße kommen leichte Handrollwagen oder hydraulisch absenkbare Schwerlastrollwagen zum Einsatz.
**Hydraulische Hebesysteme:** Für Werften, die Boote ohne stationären Kran handhaben müssen. Mobile hydraulische Bootslifter können Boote auf Stellplätze setzen und von dort abnehmen.
**Abdecksysteme:** Persenninge, Winterzelte und Schrumpffolie sind keine Lagerausrüstung im eigentlichen Sinne, aber Teil des Leistungsangebots einer Werft. Winterhallen eliminieren den Bedarf für individuelle Abdeckung pro Boot.
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CE-Anforderungen für Werft-Lagerausrüstung
Werften, die als gewerbliche Dienstleister auftreten, sind für die sichere Lagerung der ihnen anvertrauten Boote verantwortlich. Das hat direkte Konsequenzen für die eingesetzte Ausrüstung.
**Was CE-Zertifizierung für Werften bedeutet:** - CE-zertifizierte Bootsstützen haben einen nachvollziehbaren SWL-Wert, der auf dem Typenschild angegeben ist - Bei einem Schadensfall – z. B. Umfallen eines Bootes – kann die Werft nachweisen, dass die eingesetzte Ausrüstung für das Bootsgewicht zertifiziert war - Nicht-zertifizierte Ausrüstung macht es schwer, im Schadensfall die Haftung zu begrenzen
**Dokumentation, die Werften vorhalten sollten:** - EU-Konformitätserklärungen für alle eingesetzten Stützen und Hebesysteme - SWL-Werte je Ausrüstungstyp - Wartungs- und Prüfprotokolle für Hebesysteme und Rollwagen - Bestandslisten mit Stützentyp, SWL, Baujahr und Zustand
Für Werften, die internationale Kunden bedienen oder unter Zertifizierungsstandards (z. B. ISO 9001) arbeiten, ist die vollständige CE-Dokumentation der eingesetzten Ausrüstung eine Grundvoraussetzung.
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Lieferantenauswahl: Worauf Werften achten sollten
Der Markt für Bootslagerausrüstung bietet eine breite Spanne – von Online-Anbietern ohne technischen Support bis zu spezialisierten EU-Herstellern mit direktem Werftservice.
**Kriterien für die Lieferantenauswahl:**
**CE-Dokumentation auf Anfrage verfügbar:** Seriöse Hersteller stellen Konformitätserklärungen und SWL-Nachweise auf Anfrage zur Verfügung – ohne bürokratische Hindernisse.
**Traglaststufen abgedeckt:** Der Lieferant sollte das gesamte benötigte Spektrum abdecken – idealerweise eine Produktfamilie mit aufeinander abgestimmten Traglaststufen.
**Referenzen und Erfahrung:** Werften und Marinas als Referenzkunden; nachgewiesene Erfahrung mit gewerblicher Bootslagerung.
**EU-Produktion oder nachvollziehbare Herkunft:** Bei Importen aus Drittstaaten sind CE-Konformitätsbewertungen besonders sorgfältig zu prüfen.
**Technischer Support:** Kann der Lieferant bei der Auslegung des Stützensystems beraten? Welche Informationen benötigt er (Bootstypen, Gewichte, Rumpfformen)?
KIPAC liefert Bootslagerausrüstung direkt an Werften und Marinas in ganz Europa. Individuelle Ausstattungsangebote auf Basis der betrieblichen Anforderungen sind auf Anfrage verfügbar.
Ausrüstung
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AUSRÜSTUNG ANSEHEN →FAQ
FAQ
Für Boote bis 20 t sind Seitenstützen mit ausreichend hohem SWL-Wert erforderlich – in der Regel Stützen mit SWL von 5–10 t pro Stütze, je nach Anzahl und Gewichtsverteilung. Dazu kommen Kielstützen für Segelboote. CE-Zertifizierung und nachvollziehbare SWL-Dokumentation sind bei gewerblicher Nutzung obligatorisch.
Rechtlich vorgeschrieben ist CE-Zertifizierung nicht für alle Bootsstützen gleichermaßen, aber gewerbliche Werften sind für die Sicherheit der eingelagerten Boote verantwortlich. CE-zertifizierte Stützen mit SWL-Angabe ermöglichen im Schadensfall den Nachweis ordnungsgemäßer Ausrüstung. Nicht-dokumentierte Stützen erhöhen das Haftungsrisiko.
Ausgangspunkt ist die maximale Belegung: Wie viele Boote werden gleichzeitig gelagert, und welche Stützenanzahl benötigt das schwerste Boot? Als Richtwert gilt: 4–6 Seitenstützen pro Boot, plus Kielstützen für Segelboote. Dazu eine Reserve von ca. 10–15 % für Stützen in Wartung oder bei Beschädigung.
Ja. KIPAC bietet Werften und Marinas technische Beratung für die Ausrüstungsplanung an. Relevante Informationen: Bootstypen, Gewichtsspektrum, Rumpfformen, Stellfläche und Handhabungsverfahren (Kran, Travellift, Rollwagen). Auf Basis dieser Angaben erstellt KIPAC ein Ausstattungsangebot.
Werften sollten für alle tragenden Ausrüstungsteile vorhalten: EU-Konformitätserklärung, SWL-Werte je Stützentyp, Baujahr und Wartungshistorie. Bei Hebesystemen und Travellift-Anlagen sind zusätzlich Prüfprotokolle und ggf. TÜV-Nachweise erforderlich.
CE-zertifizierte Bootsstützen aus EU-Produktion sind bei sachgerechter Nutzung und regelmäßiger Sichtprüfung auf eine Nutzungsdauer von 10–20 Jahren ausgelegt. Bei Stahlstützen ist der Korrosionsschutz regelmäßig zu prüfen; Aluminium-Stützen sind im Außenbereich wartungsärmer.
